So, das Video…

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Der Anarchismus ist in sich äußerst plural. So gibt es neben anarchistischen Individualismus, Kommunismus und Syndikalismus noch weitere Strömungen und Traditionen in ihm. Weiterhin bestehen unter Anarchist*innen teilweise sehr unterschiedliche Ansichten darüber, wie Selbst- und Gesellschaftsveränderung im Zusammenhang stehen, wann Gewaltanwendung legitim ist, wie mit Entfremdung umgegangen werden kann und was Natur und Technik eigentlich sind. Außerdem finden sich im anarchistischen Denken zahlreiche Paradoxien. Sie kommen beispielsweise in den Konzepten von Zwischenraum, direkte Aktion, konkrete Utopie oder soziale Revolution zum Ausdruck. Thema des Vortrags ist, wie diese unglaubliche Vielfalt erklärt und in einen Zusammenhang gebracht werden kann.

Material: Folien zu „Für ein neues anarchistisches Bewusstsein“

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Die Veranstaltung in Heidelberg fand in einer wunderbaren Atmosphäre statt, da wir erst gemeinsam miteinander gegessen haben, ich spontan zwei bekannte Personen traf und zwei mir vorher unbekannte stabile Genoss*innen kennenlernen durfte, mit denen ich noch bis spät abends diskutierte. Auf den Wunsch mehrerer Personen hin, möchte ich die Folien meines ausgiebigen Vortrags von gestern zugänglich machen.

Für jene, die interessiert sind, aber nicht die Gelegenheit haben, kann der Vortrag noch mal HIER in der Version von vor einem Jahr angehört werden, wobei ich ihn kontinuierlich weiter entwickle..

Witzigerweise erstellte ein weiterer Mensch auch spontan diesen QR-Code zu meinem Blog. Warum nicht, denke ich mir, auch wenn ich das zugleich für modernen Schnickschnack und mystische Zauberei halte 🙂

Vortrag in Heidelberg

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Weiterhin werde ich nicht jede meiner Veranstaltungen hier gesondert erwähnen. Unabhängig von meinen eigenen Aktivitäten, werde ich aber von Zeit zu Zeit darauf hinweisen, um zumindest bestimmte Auszüge aus der anarchistischen Szene im deutschsprachigen Raum zu dokumentieren. Denn neben der Wissensvermittlung, Agitation und Unterhaltung, die ich in meinen Veranstaltungen anbiete, werden mit diesen auch Räume für gemeinsamen Austausch und Begegnung geöffnet…

Vorträge bei der ASN-Conference 2020 (englisch)

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Weil sie leider doch nie veröffentlicht wurden, hier drei Vorträge auf frei gesprochenem (d.h. relativ schlechtem) englisch, die ich bei der Anarchist Studies Conference 2020 online gehalten habe. Es handelt sich nicht um Meisterwerke und vermutlich sind sie auch nicht übermäßig spannend. Aber eben Teil meiner Arbeit.

Sie können auf mega.nz heruntergeladen werden, solange ich den account nicht abschalte oder die Dateien lösche. Es gibt kein Copyright, also verbreitet das von mir aus auch – gebt mir aber auch gerne einen Hinweis dazu.

A postanarchist approach for analysing social movements

Keywords: Postanarchism / Social Movements / Conceptualising Approaches / G20-Summit 2017

Investigating and promoting the anarchist concept of social revolution in times of multiple crisis

Keywords:Social Revolution / Political Theory / Anarchist Key-Term / Libertarian Socialism

From apocalyptical to prophetical Eschatology. Anarchist understandings of temporality and revolutionary societal progress under conditions of everyday apocalypse

Keywords: Philosophy of History / Temporality / Apocalyptical Narrations / Anarchist Eschatology

-> zu den Abstracts und Folien der drei Vorträge

Die Klimabewegung im Zwiespalt (Vortrag)

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Die Klimabewegung im Zwiespalt~ Zwischen nach Autonomie strebender emanzipatorischer sozialer Bewegung und Faktor zur Erneuerung des staatlichen Kapitalismus

Der am langsamsten gesprochene Vortrag, den ich je gehalten habe! Leider unbearbeitet und ungeschnitten, aber zu Dokumentation hier festzuhalten. Nun ja, da kann ich besser und lebendiger werden…

Beschreibung

Die Gesellschaftsform in der wir leben wird sich in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern. Die Frage ist allerdings, wie dies geschieht und in welche Richtung der Wandel gedrängt wird. Klimabewegte fordern die Regierungen oftmals auf, jetzt endlich zu handeln, weil sich das Zeitfenster zur Abmilderung des Klimawandels immer weiter schließt. Wie sieht es aber mit der Klimagerechtigkeitsbewegung selbst aus? Wohin orientieren sich Menschen in ihr? Wie stellen sie sich Gesellschaftstransformation vor? 

Die Klimagerechtigkeitsbewegung befindet sich im Zwiespalt zwischen einer nach Autonomie strebenden emanzipatorischen sozialen Bewegung und einem Faktor zur Erneuerung des staatlichen Kapitalismus. Wie lässt sich sozial-ökologische Revolution zur Überwindung der ökozidalen Klassengesellschaft denken? Wie entgehen wir dem Fatalismus des Lebens in der menschengemachten Apokalypse ebenso wie den leeren Versprechungen des sozial-ökologischen Reformprojektes? Auf welche Grundlagen kann sich eine radikale Klimagerechtigkeitsbewegung stellen und handlungsfähig werden? Diesen Fragen möchte ich anhand von Thesen nachgehen und anschließend mit euch diskutieren

gehalten am: 19.05.2021 / Public Climate School / Students for Future Jena

Link zu den Folien:

https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZ5nj0ZiDivOoD02n5IIev5q7h3DB6nBaRk

Link zum Audio-Vortrag:

https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZAej0Z3n1QNh7XJX4NxfUcxvpBDLlsdpny

Online: Vortrag zu anarchistischem Syndikalismus

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Schließlich noch die Aufzeichnung eines Vortrags, den ich am 23.02. bei der FAU Leipzig gehalten habe, auf:

Wie immer handelt es sich selbstverständlich um eine bestimmte Sichtweise. D.h. ich spreche hier NICHT im Namen der FAU, auch wenn wir den Lektüre-Workshop in ihrem Rahmen organisiert haben. (Das ist nicht nur eine formale Äußerung, sondern einfach fair gegenüber allen, die andere Sichtweisen haben und auch näher an der gewerkschaftlichen Praxis sind als ich!). Der erste Teil zur Klassengesellschaft ist im Verhältnis zu den anderen Punkten etwas lang g

eraten. Im Grunde genommen bräuchte es eigentlich 5 Grundlagen-Vorträge, in denen die einzelnen Gliederungspunkte angemessen und fundiert ausgeführt werden würden: 1) Klassengesellschaft im 21. Jahrhundert, 2) Geschichte des Anarch@-Syndikalismus, 3) Grundbegriffe, 4) Die Kluft überwinden: Ansprüche und Wirklichkeiten, 5) Konturen eines libertären Sozialismus und die Rolle autonomer Gewerkschaften heute.

Die Folien dazu findet ihr wiederum hier:

Grundlagen des anarchistischen Syndikalismus

Der anarchistische Syndikalismus ist eine Strömung in der Gewerkschaftsbewegung, welche die Selbstorganisation der Arbeiter*innen, ihre Autonomie gegenüber Staat und Parteien und den Föderalismus betont. Mit ihm werden die direkte Aktion als Methode bevorzugt, die Ermächtigung der Arbeiter*innen und die Herausbildung ihres Bewusstseins befördert. Anarchistische Syndikalist*innen gehen dabei von einem weiten Klassenbegriff aus, unter dem sich Lohnabhängige aus unterschiedlichen sozialen Situationen und Positionen in der Klassengesellschaft zusammenschließen können. Dabei dienen die Syndikate zugleich als Kampforganisationen und Keimzellen der angestrebten Gesellschaft und versuchen sie somit bereits im Hier&Jetzt zu verwirklichen.

Online: Vortrag zu Kropotkins Werk

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Bevor ich eine allgemein zugänglichere Plattform gefunden habe, kann dieser Vortrag unter diesem Link angeschaut werden:

Als Vorwarnung muss ich hinzufügen, dass er leider viel länger geworden ist, als geplant, wie es eben manchmal so ist. Insofern taugt er aber als gute Übersicht, als Überblick, um einen Gesamteindruck von Kropotkin zu gewinnen.

Die Folien, auf denen sich unter anderem auch Zitate zum Nachlesen finden, sind hier:

Und schließlich folgt noch die Beschreibung der Veranstaltung unten.

Wohlstand für Alle!

Kropotkins Theorie des kommunistischen Anarchismus

04.03.21 19 Uhr Potsdam (Vortrag& Diskussion online)

Vor 100 Jahren starb Peter Kropotkin (1842-1921), einer der wichtigsten anarchistischen Denker. Statt als russischer Aristokrat eine sichere Karriere als Naturwissenschaftler oder General einzuschlagen, verließ er seine Klassenposition und schloss sich radikalen Gruppierungen an. Dies brachte ihm vier Jahre Haft ein, aus welcher er floh und fortan in der Schweiz, Frankreich und England lebte, bevor er erst 1917 nach Russland zurückkehrte.

Sie kennen Kropotkin vielleicht von Büchern wie Worte eines Rebellen, Die Eroberung des Brotes, Moderne Wissenschaft und Anarchismus, Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt oder seiner Ethik. Auch die Biographien und Überlegungen zahlreicher anderer Revolutionär*innen, wären eine Betrachtung wert. Kropotkin jedoch kommt das Verdienst zu, wesentliche Grundlagen des Anarchismus durchdacht, formuliert und aufgeschrieben zu haben. Prägend war er insbesondere für dessen Geschichtsphilosophie, Theorie von sozialer Revolution, materialistische Ethik und die konkrete Utopie einer neuen anarchistisch-kommunistischen Gesellschaft. So ist es kein Zufall, dass beispielsweise der prominente Anthropologe und Anarchist David Graeber in seinem Schaffen wesentlich von ihm beeinflusst war.

Um das Denken des berühmten „anarchistischen Prinzen“ aufzugreifen, wird der Fokus des Vortrags auf wesentlichen Aspekten seiner Theorie liegen. Anschließend seid ihr zur gemeinsamen Diskussion eingeladen.

Anarchistische Perspektive auf Covid-19

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Hier der Link zu einem Vortrag, der am 11.01. in Kassel (online) gehalten wurde. Es handelt sich hauptsächlich um eine Zusammenfassung von Disskussionen aus den letzten Monaten. Das explizit Anarchistische kommte vor allem im letzten Teil raus.

Die einzelnen Teile

(0) Fluch auf die Querschwurbler
(1) Die proklamierte Panik
(2) Der pandemische Ausnahmezustand
(3) Risiken und Nebenwirkungen staatlicher Regulierung
(4) Zu den Reaktionen der Linken
(5) Verschwörungsmythologie, konformistische Revolte und faschistische
Agitation
(6+7) Anarchistische Perspektiven und Fluchtlinien zum libertären
Sozialismus

Der Ankündigungstext

„Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind wir mit neuen Bedingungen konfrontiert, in denen wir uns zurechtfinden müssen. Mit den Maßnahmen zur Regulierung haben Nationalstaaten zugleich ihre ungeheure Macht als auch ihre Unzulänglichkeit bewiesen, die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie effektiv zu bearbeiten. Protest gegen die Maßnahmen zur medizinischen, polizeilichen und biopolitischen Eindämmung der Pandemie wurde in der BRD überwiegend von verschwörungsmythologisch
argumentierenden Gruppierungen und faschistischen Akteuren artikuliert bzw. organisiert und auf die Straße getragen. Dagegen sollte der pandemische Ausnahmezustand auch aus anarchistischer Perspektive kritisiert werden, damit wir unsere Handlungsfähigkeit wiedergewinnen.
Schließlich sollten wir zumindest aufzeigen, wie Menschen
selbstorganisiert und für alle Gesundheitsversorgung und Sicherheit
gewährleisten können.“

und ein Link zu den Folien zum Vortrag (lassen sich gut parallel anschauen):

https://aundokassel.files.wordpress.com/2021/01/anarchistische-perspektive-auf-pandemischen-ausnahnmezustand_2-1.pdf