Die Entschwörung der Echsenmenschen

Lesedauer: 13 Minuten

Konturen einer performativen anti-verschwörungsmythologischen Aktionsform

(zuerst veröffentlicht auf: de.indymedia.org und barrikade.info)

TEASER:

Performative Aktionsformen wie die Clandestine Insurgent Rebel Clown Army, die Front deutscher Äpfel oder feministische Burschenschaften haben ein gewisses Potenzial, reaktionären Gegner*innen einen Riegel vorzuschieben und ihnen gehörig die Suppe zu versalzen.

Bevor mögliche Konturen einer echsistenzialistischen Bewegung vorgeschlagen werden, zunächst einige Überlegungen dazu, warum es sich lohnt, satirische Aktionsformen zu verfolgen. (…) Zunächst macht es Spaß, bei einer aktionistischen Gruppe mitzuwirken. Damit verbunden ist dass satirische Performance-Aktionen in der Regel nicht von heute auf morgen geplant werden können, sondern Zeit, Kreativität und das Zusammenwirken verschiedener Fähigkeiten erfordern. Durch die satirische Aktion kann eine ganz eigene Form der Konfrontation eingegangen werden. Schließlich können satirische Aktionsformen einen bedeutenden emanzipatorischen Gehalt haben. Humor kann im Unterschied zu Zynismus befreiend sein.

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Die Entschwörung der Echsenmenschen

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Konturen einer performativen anti-verschwörungsmythologischen Aktionsform

(zuerst veröffentlicht auf: de.indymedia.org und barrikade.info)

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Performative Aktionsformen wie die Clandestine Insurgent Rebel Clown Army, die Front deutscher Äpfel oder feministische Burschenschaften haben ein gewisses Potenzial, reaktionären Gegner*innen einen Riegel vorzuschieben und ihnen gehörig die Suppe zu versalzen.

Bevor mögliche Konturen einer echsistenzialistischen Bewegung vorgeschlagen werden, zunächst einige Überlegungen dazu, warum es sich lohnt, satirische Aktionsformen zu verfolgen. (…) Zunächst macht es Spaß, bei einer aktionistischen Gruppe mitzuwirken. Damit ist verbunden, dass satirische Performance-Aktionen in der Regel nicht von heute auf morgen geplant werden können, sondern Zeit, Kreativität und das Zusammenwirken verschiedener Fähigkeiten erfordern. Durch die satirische Aktion kann eine ganz eigene Form der Konfrontation eingegangen werden. Schließlich können satirische Aktionsformen einen bedeutenden emanzipatorischen Gehalt haben. Humor kann im Unterschied zu Zynismus befreiend sein.

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Den Strich ziehen – „Nationalanarchismus“

Lesedauer: 4 Minuten

Bei Telegram gibt es sei 6.8.2018 einen Kanal des sogenannten „National Anarchist Network“. Was sich hauptsächlich als Ausdruck verwirrter Köpfe im Internet präsentiert, sollte bei den 400 Abonnenten vielleicht nicht der Rede wert sein. Allerdings sind die Zeichen dann doch allzu deutlich: Zunächst lachst du über diesen völlig verdrehten Schwachsinn – dann aber landest du im tiefsten und widerlichsten braunen Esoteriker-Sumpf, nämlich bei Peter Töpfer, der sich laut Selbstauskunft von 1999 bis 2006 dem „Nationalanarchismus“ widmete. Seiner Homeopage leicht zu entnehmen ist, dass Töpfer den Irrationalismus zum Programm gemacht hat.

Dem Wahnsinn einer Gesellschaft, welche massive Zerstörung von Leben und menschlicher Gemeinschaftlichkeit hervorbringt, auf Gewalt und Zwang beruht, kann jedoch nicht damit begegnet werden, selbst wahnsinnig zu werden und dies zu propagieren, wie Töpfer es seit Jahren tut. Das eigene wahnhafte Weltbild jedoch zur (unterdrückten, unverstandenen, ausgegrenzten) Wahrheit zu erklären und alle anderen der Verblendung, dem Mitläufertum und der Verschwörung zu bezichtigen, ist jene esoterisch-verdrehte Herangehensweise aller Verschwörungsideolog*innen und bildet damit den Kitt der Querfront, welche ja nicht aus „Linken“ und „Rechten“ besteht, sondern aus grundlegend verwirrten Personen und Nazis.

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