Still agitating students

Lesedauer: < 1 Minute

Politisch-theoretische Inhalte an Studierende vermitteln – warum denn nicht? Die Frage ist ja, in welchen Räumen und bei welchen Gelegenheiten Menschen überhaupt mit gesellschaftskritischen Perspektiven in Berührung kommen. Das viele keine Lust auf autonome Zentren oder auch „linke Szenen“ haben, kann ich nachvollziehen und ist niemandem übel zu nehmen. Wobei es auch zu billig ist, sich davon abgrenzen zu wollen, wenn man sich wiederum nicht wirklich auf sie eingelassen hat… Wie auch immer.
Die selbstorganisierten Kritischen Einführungswochen waren und sind jedenfalls eine Möglichkeit, um sich in einem offenen und lockeren Rahmen auszutauschen und kennen zu lernen. Das ist eine super Sache!
Daher schaut hier oder bei vergleichbaren Gelegenheiten mal rein. Es müssen auch nun wirklich nicht nur Studierende diese Angebote wahrnehmen 😉

https://kew-leipzig.de/

Aufruf zur reptiloiden Weltrevolution (beim CCC)

Lesedauer: < 1 Minute

Unter https://media.ccc.de/v/rc3-11498-schwurbeldemos_der_neuen_rechten_und_gegenprotest ist eine aufgezeichnete Veranstaltung mit dem Titel

Schwurbeldemos der Neuen Rechten und Gegenprotest. Aufruf zur reptiloiden Weltrevolution

zu finden, welche am 27.12. beim CCC (online) stattfand. (Beim Link funktioniert das Video aktuell noch nicht; eventuell geht der download).

Dazu habe ich ebenfalls 10 Minuten einen Gastbeitrag als „Echsperte“ beigesteuert, um den Sinn, Zweck und Gehalt performativer satirischer Aktionsformen knapp darzustellen.

Auftaktrede zur Landauer-Veranstaltungsreihe

Lesedauer: 6 Minuten

Eine recht frei runtergeschriebene Rede. Gehalten am 29.10. im Pöge-Haus.

Mensch – Geschichte – Revolution

Zur Aktualität des kommunitären Anarchismus Gustav Landauers

Herzlich Willkommen zur Buchvorstellung von Paul Stephan „Links–Nietzscheanismus. Eine Einführung“.

Als Mitorganisator unserer Veranstaltungsreihe zum kommunitären Anarchismus Gustav Landauers habe ich die Aufgabe übernommen, einige Worte zur Eröffnung zu dieser Veranstaltung und damit unserer Reihe zu sagen. Selbstverständlich werden wir sie durchführen, wenn auch den erschwerten Bedingungen, mit denen wir konfrontiert sind. Anstatt die aktuelle Situation einfach mit dem Anschein von Normalität zu überspielen, möchte ich zu Beginn einige Worte zum Elefanten im Raum loswerden. Die Corona-Pandemie wird zweifellos als Katalysator einer tiefgreifenden Veränderung des gesellschaftlichen Arrangements führen. Ob in Hinblick auf die Frage nach der Gewährleistung von Gesundheit, Arbeitsverhältnissen, Digitalisierung oder den Verwertungsschwierigkeiten des Kapitals im fortschreitenden 21. Jahrhundert werden wir in den nächsten Jahren zahlreiche Veränderungen erleben. Wir können uns nicht krampfhaft an das Alte klammern, denn sein Bestand ist unhaltbar geworden und vom Lauf der historisch-politischen Ereignisse überrollt worden. Peter Kropotkin, einer der wichtigsten Denker*innen des anarchistischen Kommunismus ging davon aus, dass in jeder Krise auch Chancen liegen, dass wir stets Potenziale suchen können, die uns zur Erkämpfung einer freiheitlichen, egalitären und solidarischen Gesellschaft motivieren können. Kommunistische und anarchistische Tendenzen gibt es für Kropotkin es auch in der heutigen Gesellschaft. Sie aufzuspüren und voranzubringen ist die Grundlage, um die neue Gesellschaft in der Schale der alten aufzubauen, zu organisieren, zu erkämpfen. Dies war auch die Herangehensweise des zeitgenössischen anarchistischen Denkers David Graeber, der bedauerlicherweise am 2. September gestorben ist.

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