Anarchy 2022 – St-Imier Juli 28-31

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von: https://anarchy2022.org/de

Internationales Anti-Authoritäres Treffen

Willkommen auf der Website der Organisation des Internationalen Anti-Autoritären Treffens 2022 in St-Imier

Vom 28. bis 31. Juli 2022 wird in St-Imier (Jura, CH) ein Treffen zum 150. Jahrestag des Kongresses von St-Imier stattfinden. Damals 1872 wurde die Anti-Autoritäre Internationale gegründet, ein Ereignis, das die Geburtsstunde der organisierten anarchistischen Bewegung markiert.

An diesem Anlass werden während vier Tagen Treffen, Konferenzen, Konzerte, Seminare und weitere Aktivitäten stattfinden. Eine Gelegenheit für libertäre Sympathisant*Innen, Menschen aus der Region und anderer Weltgegenden, sich zu treffen und zu diskutieren, sowie libertäre Ideen und Praktiken zusammen zu erleben. Es wird auch eine Gelegenheit sein, für diejenigen welche die ereignisreiche Geschichte dieser Bewegung noch nicht kennen, etwas über ihre Beiträge zum sozialen Fortschritt und zu den Kämpfen der letzten Jahrhunderte bis zum heutigen Tag zu erfahren.

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Globaler Anarchafeminismus: He-Yin Zhen und Emma Goldman

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Unter dem Titel Globaler Anarchafeminismus zu Beginn des Jahrhunderts. Werke und Wirken von He-Yin Zhen und Emma Goldman im Vergleich hat sich Josefine Rein mit dem Anarchafeminismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beschäftigt. Sie zeigt anschaulich auf, wie in anarchafeministischen Positionen Kritik an Kapitalismus, Staat und Patriachat zusammen gedacht wurde und somit ein Gegenwicht zu nur-linken oder liberalen emanzipatorischen Positionen bildeten. Trotz der verschiedenen geografisch-kulturellen Kontexte von Goldman und He-Yin wird deutlich, wie ähnlich ihre Schlussfolgerungen sind. Abgesehen von bestehenden internationalen Vernetzungen liegt dies nicht zuletzt daran, dass anarchafeministische Perspektiven offenbar einige Wahrheit beinhalten, welche denkende Menschen an verschiedenen Orten gleichzeitig entdecken können. Das Thema wurde zwar schon einige Male behandelt. Josefine Reins Darstellung ist aber dahingehend gut und beachtenswert, dass sie den Anarchafeminismus mit einer aktuellen informierten Herangehensweise untersucht, den Gegenstand also nicht historisch konserviert, sondern seine Aktualität herausstellt. Vielen Dank für das zur Verfügung stellen!

Broschüre zu Repression gegen Linksradikale in der DDR

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Unter dem Titel „Feindlich-negative Elemente…“. Repression gegen Linke und emanzipatorische Bewegungen in der DDR erschien im Oktober 2019 eine Broschüre mit acht Beiträgen zu diesem Thema. Endlich könnte man sagen. Im Beitrag von Konstantin Behrends über den Anarchisten Wilhelm Jelinek wird deutlich, wie der Repressionsapparat des stalinistisches Regimes gleich in den ersten Jahren des sozialistischen Staates gegen Linksradikale und Anarchisten vorging. Diese versuchten sich ohnehin schon unter widrigsten Bedingungen zu organisieren. Jelinek selber wurde 1948 wegen seiner antiautoritären Umtriebe inhaftiert und „starb“ 1952 unter ungeklärten Umständen, wobei er bei seinem letzten Besuch bei guter Gesundheit zu sein schien. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich ebenso um einen politischen Mord handelt wie bei Matthias Domaschk später.

Die Broschüre wurde von Bernd Gehrke, Renate Hürtgen und Thomas Klein herausgegeben und erschien bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.