Aufruf zur reptiloiden Weltrevolution (beim CCC)

Lesedauer: < 1 Minute

Unter https://media.ccc.de/v/rc3-11498-schwurbeldemos_der_neuen_rechten_und_gegenprotest ist eine aufgezeichnete Veranstaltung mit dem Titel

Schwurbeldemos der Neuen Rechten und Gegenprotest. Aufruf zur reptiloiden Weltrevolution

zu finden, welche am 27.12. beim CCC (online) stattfand. (Beim Link funktioniert das Video aktuell noch nicht; eventuell geht der download).

Dazu habe ich ebenfalls 10 Minuten einen Gastbeitrag als „Echsperte“ beigesteuert, um den Sinn, Zweck und Gehalt performativer satirischer Aktionsformen knapp darzustellen.

Die Entschwörung der Echsenmenschen

Lesedauer: 13 Minuten

Konturen einer performativen anti-verschwörungsmythologischen Aktionsform

(zuerst veröffentlicht auf: de.indymedia.org und barrikade.info)

TEASER:

Performative Aktionsformen wie die Clandestine Insurgent Rebel Clown Army, die Front deutscher Äpfel oder feministische Burschenschaften haben ein gewisses Potenzial, reaktionären Gegner*innen einen Riegel vorzuschieben und ihnen gehörig die Suppe zu versalzen.

Bevor mögliche Konturen einer echsistenzialistischen Bewegung vorgeschlagen werden, zunächst einige Überlegungen dazu, warum es sich lohnt, satirische Aktionsformen zu verfolgen. (…) Zunächst macht es Spaß, bei einer aktionistischen Gruppe mitzuwirken. Damit verbunden ist dass satirische Performance-Aktionen in der Regel nicht von heute auf morgen geplant werden können, sondern Zeit, Kreativität und das Zusammenwirken verschiedener Fähigkeiten erfordern. Durch die satirische Aktion kann eine ganz eigene Form der Konfrontation eingegangen werden. Schließlich können satirische Aktionsformen einen bedeutenden emanzipatorischen Gehalt haben. Humor kann im Unterschied zu Zynismus befreiend sein.

„Die Entschwörung der Echsenmenschen“ weiterlesen

Die Entschwörung der Echsenmenschen

Lesedauer: 13 Minuten

Konturen einer performativen anti-verschwörungsmythologischen Aktionsform

(zuerst veröffentlicht auf: de.indymedia.org und barrikade.info)

TEASER:

Performative Aktionsformen wie die Clandestine Insurgent Rebel Clown Army, die Front deutscher Äpfel oder feministische Burschenschaften haben ein gewisses Potenzial, reaktionären Gegner*innen einen Riegel vorzuschieben und ihnen gehörig die Suppe zu versalzen.

Bevor mögliche Konturen einer echsistenzialistischen Bewegung vorgeschlagen werden, zunächst einige Überlegungen dazu, warum es sich lohnt, satirische Aktionsformen zu verfolgen. (…) Zunächst macht es Spaß, bei einer aktionistischen Gruppe mitzuwirken. Damit ist verbunden, dass satirische Performance-Aktionen in der Regel nicht von heute auf morgen geplant werden können, sondern Zeit, Kreativität und das Zusammenwirken verschiedener Fähigkeiten erfordern. Durch die satirische Aktion kann eine ganz eigene Form der Konfrontation eingegangen werden. Schließlich können satirische Aktionsformen einen bedeutenden emanzipatorischen Gehalt haben. Humor kann im Unterschied zu Zynismus befreiend sein.

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Direkte Aktion im Widerstreit zwischen Egalität und Autonomie

Lesedauer: < 1 Minute

Nora Ziegler macht einen wie ich fand sehr spannenden Punkt auf, indem sie argumentiert, dass der Handlungsmodus der direkten Aktion aus den widerstreitenden Praktiken von Egalität und Autonomie hervorgeht. Sie widersprechen sich nicht. Sie entsprechen sich jedoch auch nicht einfach. Das heißt die Autonomie einer Gemeinschaft (im Sinne ihrer eigenen Regel-Setzung und -Ausübung) führt nichts zwangsläufig zur Anerkennung der Gleichheit all ihrer Mitglieder oder jener anderer Gruppen. Ebenso wenig führt die Herstellung und Gewährleistung von Gleichheit nicht automatisch zur Selbstbestimmung von unterschiedlichen Gemeinschaften, sondern könnte ja beispielsweise zentralistisch durchgesetzt werden. Nora meint, eine sinnvolle Vermittlung aus anarchistischer Perspektive sei nicht einfach gegeben, sondern herzustellen. Gerade dies geschähe durch direkte Aktionen:

We need practices of autonomy that contest universals and we need practices of equality that affirm that we are all equally valid and valuable. […] I would argue that to be both disruptive and sustaining, political action needs
to be founded on the reciprocal and meaningful collaboration between people across divisions using not complementary but conflicting practices of equality and autonomy.

Eine inspirierende Überlegung, die sie in ihrem paper auch anhand der Ausnahmesituation während der Pandemie entwickelte.

(Die Veröffentlichung erfolgt mit persönlicher Zustimmung vom 18.09.2020)

Kommentar: Ziviler Ungehorsam und direkte Aktion

Lesedauer: 9 Minuten

Marco Fatfat schrieb kürzlich in der Zeitschrift für philosophische Literatur eine Rezension über das Einführungsbuch „Civil Disobedience“ von William Scheuerman (Cambridge: Polity Press 2018). Ziviler Ungehorsam ist für den vorliegenden Zusammenhang selbstredend ein relevantes Thema. Aufmerksam wurde ich allerdings, als ich las, dass Scheuerman auch ein Kapitel über „Anarchist Uprising“ schrieb – immerhin wollte ich wissen, was er darunter versteht und wie er es einschätzt.

„Kommentar: Ziviler Ungehorsam und direkte Aktion“ weiterlesen