Aktivist und Publizist Stuart Christie gestorben

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Gestern, am 15.08.2020 ist Stuart Christie gestorben. Bekannt geworden ist er, weil er 1964 mit nur 18 Jahren von England nach Madrid gereist war, um den Diktator Franco umzubringen. Das Bombenattentat wurde nicht ausgeführt, weil Christie kurz zuvor vom Geheimdienst festgenommen wurde. Erst nach Francos Tod, wurde das klerikal-faschistische Spanien ab 1978 wieder schrittweise in eine Demokratie umgewandelt. Christie wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, kam jedoch aufgrund internationalen Drucks nach 3 Jahren frei, kehrte nach Großbritannien zurück, baut einen Verlag auf und war im Anarchist Black Cross aktiv, wobei er sich weiterhin für politische Gefangene in Spanien einsetzte. Neben Büchern publizierte Christie auch etliche Filme mit libertär-sozialistischem Inhalt. Seine Autobiografie Meine Oma, General Franco und ich, erschien 2014 auf deutsch bei Edition Nautilus/Hamburg. Er hat viele Menschen inspiriert, ihnen den Respekt vor Autoritäten genommen und dazu beigetragen anarchistisches Denken und Handeln zu verbreiten.

Es folgt ein Nachruf von John Patten [Original: Kate Sharpley Library].

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