Adamczak: Beziehungsweise Revolution

Lesedauer: 4 Minuten

Originaltitel: Kleine Schritte zum ganz Großen
Rezension zu Bini Adamczak, Beziehungsweise Revolution

zuerst veröffentlicht auf: https://kritisch-lesen.de/rezension/kleine-schritte-zum-ganz-grossen

Revolution heute denkbar zu machen und revolutionär zu werden – das bedeutet, gemeinsam eine neue links-emanzipatorische Großerzählung zu entwerfen, an der sich verschiedene radikale politische Strömungen ausrichten können. Diese Suche nach Verständigung wird von Bini Adamczak in „Beziehungsweise Revolution“ vollzogen. Ihr Ausgangspunkt ist die Russische Revolution 1917, die sie auf Grundlage verschiedener politischer und theoretischer Strömungen betrachtet – Marxismus, Feminismus, Poststrukturalismus, Anarchismus und Rätekommunismus. Die daraus entwickelte kommunistische Beziehungstheorie ermögliche, so Adamczak, einen anderen
„Blick auf kapitalistische Vergesellschaftung […]. Dieser beansprucht nicht wahrer oder wesentlicher zu sein als andere Kapitalismustheorien. Er behauptet nicht, radikaler oder umfassender zu sein als andere Kapitalismuskritiken. Er verlangt allerdings danach, die Überwindung von Kapitalismus anders zu konzipieren als in Begriffen der Negation, der Reform oder der Subversion. Nicht darum, Kapitalismus besser zu verstehen, geht es, sondern darum, ihn leichter zu verändern“ (S. 248).

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Die paradoxe Struktur kommunistischen beziehungstheoretischen Denkens

Lesedauer: 10 Minuten

Notizen zu Bini Adamczaks Beziehungsweise Revolution, 1917, 1968 und kommende

Originaltitel: Anleihen bei anarchistischen Denkweisen zur Kritik der gescheiterten Befreiung und die paradoxe Struktur kommunistischen beziehungstheoretischen Denkens

zuerst veröffentlicht in: transmitter / April 2018

Jonathan Eibisch

Anknüpfend an die Sendung von „recycling“ am 05.03.[1] werde ich an dieser Stelle einige Zeilen darauf verwenden, Kerngedanken der geführten Diskussion zu rekapitulieren, da wir Bini Adamczaks Buch[2] für sehr lesenswert und diskussionswürdig erachten. Neben ihrer historischen Beschäftigung, stellt sie sich der Herausforderung an Leerstellen eines aktuellen links-emanzipatorischen Projektes zu arbeiten, dabei verschiedene politische Strömungen (Feminismus, Anarchismus, Rätekommunismus, Kritische Theorie, Poststrukturalismus) in den Blick zu nehmen und neue Denkweisen zu entwickeln. Ihr Ansatz besteht darin, die revolutionären Sequenzen von 1917 und 1968 gegeneinander zu lesen und einer wechselseitigen Kritik zu unterziehen, um Revolution in als nichtrevolutionär angesehenen Zeiten, also den gegebenen Bedingungen, denkbar zu machen. Dass diese Thematik jedoch nicht lediglich eine des Nachdenkens bleiben, sondern durchaus zum Handeln inspirieren sollte, versteht sich dabei von selbst…

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„Beziehungsweise Revolution“ (Audio)

Lesedauer: < 1 Minute

Diskussion zu: Bini Adamczak, Beziehungsweise Revolution, Berlin 2017.

recycling: Bini Adamczaks „Beziehungsweise Revolution“ oder die Bedingungen von Revolution heute

Wir diskutieren ausgiebig das Buch „Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende“ von Bini Adamczak, welches 2017 erschienen ist. Dabei stellen wir zentrale Argumente des Buches zur Diskussion: Einerseits diskutieren wir das Potential zentraler Gedanken für eine politische Praxis in den gegenwärtigen Verhältnissen und andererseits problematisieren wir verschiedene Argumente zusammen. Dabei hat sich als Hauptspannunglinie die Frage nach der Negativität politischer Theorie und Praxis und dem Gegenentwurf einer Praxis der Konstruktion von Beziehungsweisen, wie Bini in macht, herausentwickelt.

verfügbar auf: https://www.freie-radios.net/87903