Freudig der Zukunft entgegen!

Lesedauer: < 1 Minute

Sich auf was freuen können. Das muss doch auch mal erlaubt sein auch wenn der Tag noch fern ist! „Qando l’Anarchia Verrà“ – Wenn die Anarchie kommt, wird die ganze Welt verwandelt. Die Regierungen werden nur noch eine Erinnerung an einer schäbige Vergangenheit sein. Die ekelhaften Gesetze, die Priester und Soldaten werden verschwinden. Das Ideal, was uns begeistert wird sich hingegen in der Welt verbreiten. Mit dem Herzen denken wir an die Zukunft, wo Qual und Leid aufhören werden. Gesungen von Teresa Viarengo Amerio.

Mit Klick auf das Video erklärst Du Dich einverstanden, dass eine Verbindung zum YouTube-Server hergestellt wird, in deren Folge u.a. auch Analyse-Cookies übertragen werden. Weitere Infos hier.

David Graeber gestorben

Lesedauer: < 1 Minute

Wie Nika Dubrovsky, seine Lebenspartnerin, mitteilte, starb David Graeber gestern in Venedig im Alter von 59 Jahren. Mit seinen Fragments of an anarchist Anthropology (anarchist library), Büchern wie Schulden. Die ersten 5000 Jahre , Bürokratie. Die Utopie der Regeln oder Bullshit Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit (Zeit-Interview, D-Funk) prägte Graeber die öffentliche politische Debatte und war ein Stichwortgeber für innovative Ideen. Darüber hinaus war er maßgeblich an den Occupy Protesten und ihrer Popularisierung beteiligt. Mit seinem anthropologischen Ansatz stellte er sich meiner Ansicht nach ganz in die Tradition Peter Kropotkins. Ich selbst sah Graeber noch vor Silvester beim CCC-Kongress in Leipzig und wir unterhielten uns kurz. Aus meiner Beschäftigung mit seiner Theorie ging 2014 die Arbeit Immer (nur) neue soziale Bewegungen oder Senfkorn-Revolution?. Der Revolutionsbegriff David Graebers hervor. Neben seinen Argumenten war es sein undogmatischer Schreibstil, der mich inspirierte und den ich locker und bisweilen auch erheiternd fand.

In seiner Rolle als populärer Wissenschaftler und bekennender Anarchist erhielt Graeber viel Kritik – nicht nur von neoliberalen Mainstream-Ideologien, sondern ebenso von Leuten aus der anarchistischen Szene. Auf dem talk, den er in Leipzig gehalten hatte, war ich ebenfalls der Ansicht hier eine sehr reformerische Position wahrzunehmen, die auch von einem früheren Biss abweicht… Zweifellos trug er jedoch wie kaum eine andere Person im bisherigen 21. Jahrhundert zur Popularisierung anarchistischen Denkens und seiner theoretischen Unterfütterung bei. Rest in Power, David!

Presentations for ASN Conference

Lesedauer: < 1 Minute

Here you can find abstracts and presentation-papers (pdf) for my talks on the 6th Anarchist Studies Conference (2.-4.09.2020)

“Whose streets, whose power? – Which streets, what power?”

A postanarchist approach for analysing social movements

Keywords: Postanarchism / Social Movements / Conceptualising Approaches / G20-Summit 2017

Investigating and promoting the anarchist concept of social revolution in times of multiple crisis

Keywords: Social Revolution / Political Theory / Anarchist Key-Term / Libertarian Socialism

From apocalyptical to prophetical Eschatology.

Anarchist understandings of temporality and revolutionary societal progress under conditions of everyday apocalypse

Keywords: Philosophy of History / Temporality / Apocalyptical Narrations / Anarchist Eschatology

Gedanken zu Heimat

Lesedauer: < 1 Minute
free licence unter: https://pixabay.com/de/illustrations/heimat-paradies-fl%C3%BCchtling-hoffnung-949942/

heimat ist
wo das heimatministerium
kampagnen zur erfindung von ursprünlicher kultur auflegt
und auf den verpackungen industriell gefertigter massenprodukte
blühende landschaften abgebildet werden

„Gedanken zu Heimat“ weiterlesen

Debate on Anarchists against/in Academy

Lesedauer: 4 Minuten

Auf der Mailingliste des Anarchist Studies Network entspann sich eine ausgiebige Debatte über das Verhältnis von Anarchist*innen zu Universitäten. Der Redebedarf und die kontroversen Beiträge verdeutlichten, dass hierzu noch längst nicht alles gesagt ist, bzw. weiterhin ein Meinungsaustausch zu diesem Thema stattfinden muss. Übrigens betsehen hierzu längst nicht nur zwei Positionen, sondern mehrere – entsprechend der unterschiedlichen Erfahrungen, welche Menschen in diesem Zusammenhang gemacht haben. Dass Uni-Strukturen und der Wissenschaftsbetrieb insgesamt nicht ansatzweise Vorstellungen einer libertären Wissensproduktion und -vermittlung entspricht, versteht sich dabei von selbst. Wie mit den Widersprüchen in dieser und anderen Institutionen aus anarchistischer Perspektive umgegangen werden soll, dazu gibt es hingegen verschiedene Ansichten. Es folgt mein Beitrag zu dieser Debatte mit 13 Punkten als Anregung für die Aufgaben anarchistischer Theoretiker*innen.

„Debate on Anarchists against/in Academy“ weiterlesen

(Anti-)Politik als Ausdruck und Ausweg einer verfahrenen Praxis

Lesedauer: 14 Minuten

Anschließend an den Beitrag von Martin Dornis, möchte ich hier den von Lukas aus der ersten Ausgabe der Lirabelle spiegeln. Der Autor beschäftigt sich ebenfalls mit den Widersprüchen radikaler Politik, welche von selbsterklärten Pragmatiker*innen in der sogenannte „radikale Realpolitik“ aufgelöst werden, was meiner Ansicht nach keine zufriedenstellende Lösung ist. Umgekehrt hat aber auch die autonome Perspektive kaum Schritte nach vorn gemacht, was eine sinnvolle Auflösung der Problematik Politik angeht. Schön an Lukas‘ Text ist, dass er seine Reflexion anhand realer Unzulänglichkeiten und Konfliktlinien innerhalb der der „radikalen Linken“ entspinnt, bzw. die praktischen Probleme zum Anlass nimmt, eine Metaüberlegung anzustellen. Über die von Marx abgeleitete „Kritik der Politik“ hinaus, werde ich anderer Stelle allerdings wieder dezidiert anarchistische Ansätze verfolgen.

Hier nun der Text von Lukas:

„(Anti-)Politik als Ausdruck und Ausweg einer verfahrenen Praxis“ weiterlesen