In Gedenken an Enver Şimşek

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… der vor 21 Jahren als vermutlich erstes Opfer in Nürnberg vom sogenannten NSU ermordet wurde.

Für eine antifaschistische Selbstverteidigung und Migrantifa! Verfassungsschutz abschaffen, faschistische Netzwerke zerschlagen!

Weitere Infos u.a. auf NSU-watch.

Für mehr Autonomie auf dem CSD!

Lesedauer: 3 Minuten

Der Wahlkampf zieht noch mal richtig an, die Plakate belästigen mensch nun überall. Doch auch Verbände mobilisieren ihre Klientel, um ihre politischen Positionen deutlich zu machen und Bundespolitik zu beeinflussen. So fand in Berlin etwa eine Großdemo des Volksfront-Bündnisses #unteilbar statt, welches gewissermaßen für eine Regierungsoption von rot-grün-rot steht.

In Dresden geriet ich zufällig in eine CSD-Parade. Dort kam ich mir sehr alt vor, denn den letzten sommerlichen Samstag vor Schulbeginn nahmen offensichtlich zahlreiche Schüler*innen zum Anlass, sich bunt und schrill feiernd die Straße zu nehmen. Da ich nicht wirklich in der LGBTQ-community unterwegs und ohnehin gerade mit ganz anderen Dingen beschäftigt bin (auch wenn ich die Homo-Lobby natürlich absolut unterstütze!), war ich zunächst verwundert, dass das besagte Event nicht im Juni oder Juli stattfand. Darüber hinaus war mir auch nicht nach schrillen Massenevents zu Mute. Dass derartige Veranstaltungen von verschiedenen Vereinen dominiert werden, die sehr darauf bedacht sind, Förderungen zu erhalten und Teil der fiktiven gesellschaftlichen Mitte zu sein, ist bekannt und ein Grundproblem. Irritierend fand ich allerdings, einen Party-Wagen der FDP im Zug zu sehen. Dass Parteien bei einer derartigen Veranstaltungen mitfahren dürfen, zumal in Wahlzeiten, ist zutiefst problematisch und für die Organisator*innen beschämend.

kein Bild vom CSD Dresden 2021
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Spätsommer

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Mit tollen Genoss*innen konnte ich noch ein paar wunderbare Spätsommertage verbringen. Bodenständiger und der Region deutlich mehr verbunden als jedes dumme Gefasel von Nation und Heimat. Landschaft kann beruhigen und Respekt einflößen. Sie führt auch zum Nachdenken über ein zeitgemäßes anarchistisches Verständnis von Natur und die Möglichkeiten eines konvivalen Miteinanders. Dazu die bereichernden Eindrücke von einer anarchistischen Szene, die nicht verselbständigt und nicht akademisiert ist… Davon lässt sich in den kalten Monaten zehren.

übernommen

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Hoppla, da hat sich wohl einer übernommen. Der guten Gebrauch der Substanzen will gelernt sein. Und das ist bekanntlich nichts, was einem im Schulunterricht beigebracht wird. (Auf dem Pausenhof teilweise schon, aber eben von den coolen Kids untereinander…) Wenn alles schwimmt und verschwamm, weißt du, das irgendwas an irgendeinem Zeitpunkt zu viel war. Nun ja, eigentlich weißt du dann recht genau wann, was und auch warum, sprich, was das mit deiner momentanen Verfassung zu tun hat. Doch die Suppe, die man sich eingebrockt muss man in dem Fall auch auslöffeln. So ist es nun einmal. Und damit meine ich nicht unbedingt den vermatschten Tag danach, sondern die Erkenntnis beim Einsetzen des Rausches, dass die ganze Fahrt nun noch vielen Stunden so weiter laufen wird. Tja, auf den Silicon Valley-Effekt zu hoffen, war da offensichtlich ganz schön naiv.

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Workshop zu libertärem Kommunalismus

Lesedauer: 2 Minuten
Aufbau des Klimacamps Leipziger Land 2021

Wenn nicht alles im Regen zusammen bricht, unterstütze ich heute eine Freundin bei einem Workshop zu libertärem Kommunalismus auf dem Klimacamp Leipziger Land. Das Konzept wurde ursprünglich von Murray Bookchin entwickelt, der damit allerdings an eine lange kommunalistische Tradition anknüpft. Die Grundlage dafür bildet das politisch-philosophische Konzept der sozialen Ökologie mit dem Begriff der sozialen Hierarchie, welche erstens abstrakt gehaltene Herrschaftsverhältnisse in vielen Bereichen konkretisiert und zweitens verdeutlicht, dass die ökologische Zerstörung unmittelbar aus einer hierarchisch strukturierten Gesellschaftsordnung hervorgehen.

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