Die Klimabewegung im Zwiespalt (Vortrag)

Lesedauer: < 1 Minute

Die Klimabewegung im Zwiespalt~ Zwischen nach Autonomie strebender emanzipatorischer sozialer Bewegung und Faktor zur Erneuerung des staatlichen Kapitalismus

Der am langsamsten gesprochene Vortrag, den ich je gehalten habe! Leider unbearbeitet und ungeschnitten, aber zu Dokumentation hier festzuhalten. Nun ja, da kann ich besser und lebendiger werden…

Beschreibung

Die Gesellschaftsform in der wir leben wird sich in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern. Die Frage ist allerdings, wie dies geschieht und in welche Richtung der Wandel gedrängt wird. Klimabewegte fordern die Regierungen oftmals auf, jetzt endlich zu handeln, weil sich das Zeitfenster zur Abmilderung des Klimawandels immer weiter schließt. Wie sieht es aber mit der Klimagerechtigkeitsbewegung selbst aus? Wohin orientieren sich Menschen in ihr? Wie stellen sie sich Gesellschaftstransformation vor? 

Die Klimagerechtigkeitsbewegung befindet sich im Zwiespalt zwischen einer nach Autonomie strebenden emanzipatorischen sozialen Bewegung und einem Faktor zur Erneuerung des staatlichen Kapitalismus. Wie lässt sich sozial-ökologische Revolution zur Überwindung der ökozidalen Klassengesellschaft denken? Wie entgehen wir dem Fatalismus des Lebens in der menschengemachten Apokalypse ebenso wie den leeren Versprechungen des sozial-ökologischen Reformprojektes? Auf welche Grundlagen kann sich eine radikale Klimagerechtigkeitsbewegung stellen und handlungsfähig werden? Diesen Fragen möchte ich anhand von Thesen nachgehen und anschließend mit euch diskutieren

gehalten am: 19.05.2021 / Public Climate School / Students for Future Jena

Link zu den Folien:

https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZ5nj0ZiDivOoD02n5IIev5q7h3DB6nBaRk

Link zum Audio-Vortrag:

https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZAej0Z3n1QNh7XJX4NxfUcxvpBDLlsdpny

Ein Beitrag zur FAU bei MDR exakt

Lesedauer: < 1 Minute

Nun ja, wie’s so ist… der Beitrag könnte natürlich noch weiter gehen. Im Rahmen der Möglichkeiten wurde von den Produzierenden aber schon einiges ausgeschöpft. Die getroffenen Aussagen sind so weit korrekt und lösen möglicherweise bei der einen oder anderen Bürgerin etwas Nachdenken aus.

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KongressA in Münster 13.-15.08.

Lesedauer: 2 Minuten

übernommen von: http://kongressa.net/

Schön, dass Du da bist.

Wir kommen nach Münster, vom 13.-15.08.21 färben wir diese Stadt schwarz!

Ein großer, kämpferischer Kongress, ein Ort für Hoffnung, Phantasie und neue Alianzen kommt in das Herz unserer Stadt und ihr seid alle eingeladen!

Auf dieser Seite findest Du erste Infos zum Programm & zur Anmeldung. Alle Fragen an

Du willst uns unterstützen? Ob Schlafplatz, Thekenschichten, Geld oder Sachspenden, jede Hilfe ist willkommen! Schreibt uns gerne an kongressa-orga@riseup.net

Wir sind alle A

„Um alles zu verändern, fang irgendwo an.“ (Crimethinc)

Es könnte alles ganz anders sein. Wir können unser Leben selbst organisieren: Dezentral, vernetzt, konsensbasiert, herrschaftsfrei. Wir können ohne Staat und Kapital leben, ohne ihre Krisen, Kriege, Pandemien und sonstigen Katastrophen.

Wir können. Wir wollen. Und wir werden!

Vom 13.-15. August 2021 werden wir in Münster genau darüber sprechen. Wir werden über Geschichte, Theorie und Praxis der Ordnung ohne Herrschaft diskutieren – der Anarchie. Wir werden darüber reden, warum sie notwendig und möglich ist. Und wir werden gemeinsam überlegen, wie wir im Hier und Jetzt konkrete Schritte zu ihrer Verwirklichung machen können.
Ursprünglich war unser Kongress zum 100. Jahrestag der Beerdigung des anarchistischen Theoretikers Pjotr Kropotkin am 13. Februar 2021 geplant. Leider musste er Corona-bedingt um ein halbes Jahr verschoben werden. Er steht aber immer noch im Zeichen der größten Versammlung von Anarchist*innen im vergangenen Jahrhundert. Wir wollen keinen Personenkult betreiben, sondern aufzeigen, dass Alternativen nicht erst heute existieren:

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hätte auch ganz anders verlaufen können. Es liegt an uns, im 21. Jahrhundert eine bessere Geschichte zu schreiben.

Der Kongress soll die historische und theoretische Reflexion des Anarchismus mit Berichten über aktuelle und internationale anarchistische Praxis und einer lokalen Strategiedebatte verbinden. Ziel ist es, die Vielfalt herrschaftsfreier Theorie und Praxis darzustellen und ihrer kritischen Reflexion Raum zu geben. Das Spektrum der vier Themenstränge „TheorieA“, „FeministA“, „HistoriA“ und „AktivistA“ reicht von den spanischen Mujeres Libres über Kropotkins Begriff der Solidarität, Mieter*innenkämpfe und Tierbefreiung bis hin zur marxistischen Kritik am Anarchismus. Aktuelle Kämpfe in Kurdistan sind genauso Thema wie Stadtteilarbeit, Organisierungsstrategien oder das Verhältnis von Anarchismus und Queerness. Das Abschlusspanel wird sich mit der Verbindung links-libertärer Kämpfe in Münster befassen. Darüber hinaus wird es eine anarchistische Demonstration durch die Stadt, einen Kulturteil mit Poesie und Musik sowie eine Party am Samstagabend geben.


Wir möchten den Kongress möglichst für alle Menschen zugänglich machen. Unter anderem werden wir ein gründliches Hygiene-Konzept umsetzen und uns bemühen, Vorträge auch per Videostream anzubieten. Selbstverständlich wird es auch Kinderbetreuung und ein Awareness-Team sowie eine Bettenbörse für Auswärtige geben. Beim Eintritt setzen wir auf niedrige, freiwillige Spenden. Das Selbe gilt natürlich auch für die vegane KüfA und Kaffe Versorgung! Kommt alle zum KongressA! Lasst uns streiten, voneinander lernen und gemeinsam Strategien für eine herrschaftsfreie Praxis entwickeln.


Lasst uns eine neue Welt erschaffen, in der viele Welten Platz haben!

Für die Anarchie!

Die anarchistische Synthese in einer Nussschale

Lesedauer: 8 Minuten

„Man nehme von jeder Zutat etwas und werfe es dann blindlings zusammen“ – So könnten die oftmals diffusen Gedankenströme, wackeligen Positionen, schwachen Verbindlichkeiten und unsteten Praktiken in linken Szenen beschrieben werden, in die Anarchist*innen sich hineinziehen lassen; von denen sie immer auch ein Teil waren und sind.

„Nach Jahren der Verunsicherung habe ich einen wahren Massstab gefunden, an dem die Welt sich messen lassen muss“ – So klingen in meinen Ohren all die Äusserungen der Rechthaber*innen der verschiedenen Fraktionen, ob sie sich marxistisch oder feministisch, egoistisch oder kommunistisch, syndikalistisch, plattformistisch, insurrektionalistisch oder gewaltfrei nennen. Die Verworrenheit, Positionslosigkeit, Unverbindlichkeit und Umtriebigkeit einerseits und der problematische Wahrheitsanspruch, das autoritäre Gebaren und Platzhirschgehabe, die vernichtende Kritik andererseits, sind zwei Seiten der selben Medaille.

Beide Kehrseiten waren im Anarchismus schon früher vorhanden. Beide sind aber auch Reaktionen auf die bestimmten Bedingungen genau unserer Zeit. In dieser gibt es starke emanzipatorische sozialen Bewegungen, denen aber die Fluchtlinien zur Gesellschaftsveränderung insgesamt fehlen. Es gibt zahlreiche, auch neue, Gruppierungen, die etwas verändern wollen und damit unmittelbar in ihrer Umgebung beginnen. Doch ihnen fehlt eine geteilte Vision als Orientierung, auf die sie ihre wichtigen Alltagskämpfe und ihre Kommunikation hin ausrichten können.

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Anarchistische Staatstheorie – Vortrag online

Lesedauer: 2 Minuten

Dieser Vortrag wurde am 10.04. bei der Tagung des Netzwerk Utopie zur Staatskritik (https://freieassoziation.noblogs.org/staatskritik/) online gehalten und ist nun zugänglich. Unten folgt der Beschreibungstext der Veranstaltung.

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Föderation autonomer und dezentraler Kommunen

Staatskritik hat im Anarchismus bekanntlich eine große Tradition. Anarchistische Positionen entstanden in Kritik und Auseinandersetzung mit dem modernen Staat. Die enorme Ausdehnung von Staatlichkeit im 18., 19. und 20. Jahrhundert, ihre spezifische Rationalität, ihre unpersönliche, bürokratisch wirkende Macht, ihre Sogwirkung zur Zentralisierung, ihr Militarismus, Nationalismus und ihre Grenzziehung, erschien Anarchist*innen zurecht als Knotenpunkt der Herrschaftsordnung schlechthin. Der moderne Staat disziplinierte und normalisierte über die Zwangsinstitutionen von staatlicher Verwaltung, Militär und Schule die ihm unterworfene Bevölkerung und erschuf sie als staatsbürgerliche Subjekte erst, wobei staatliche Ideologie und Logik zunehmend verinnerlicht wurden.

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Das Zombie-Dasein der Allzudeutschen

Lesedauer: 4 Minuten

Vermutlich weil länger keine inhaltlichen Veranstaltungen mehr in öffentlichen Räumen stattfinden konnten, hatte ich kürzlich einen Irritationsmoment. Bei einem Vortrag von mir kreuzte ein Allzudeutscher auf. Als Klischee seiner selbst, schien er fast wie aus dem Bilderbuch entsprungen. In der Diskussion meinte der verkorkste Dude – der eigentlich eher wie auf Koks wirkte – kritische Fragen zu stellen, als er seine Kommentare abließ, die völlig am Thema vorbei gingen. Nun ja, wenn man Beiträge bringt, sollte man vielleicht auch nicht erst nach der Hälfte der Veranstaltung aufkreuzen. Doch weder dies, noch die Verkennung des Themas oder das Missachten einer angemessenen Diskussionskultur, hielten ihn offensichtlich davon ab, sich Raum zu greifen, wie er möchte und musste, kraft der bloßen Existenz seiner weißen Männlichkeit.

Das Thema sei nicht von den ökonomischen Grundlagen her gedacht, ich ginge von abstrakt konstruierten Utopien aus und überdies könne damit wohl keinerlei Antwort auf den Nah-Ost-Konflikt gefunden werden. So seine Rede. Ich antwortete, dass nun gerade eine wesentliche Kritik der Anarch@-Kommunist*innen an den Individualanarchist*innen darin bestanden habe, dass sie ihre Vorstellung von der Befreiung und Selbstentfaltung der Individuen nicht materialistisch und mithin ökonomisch erden würden – und dass er dies mitbekommen hätte, wäre er nicht erst bei der Hälfte aufgekreuzt.

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Gai Dao #115 erschienen – vorerst letzte Ausgabe

Lesedauer: < 1 Minute

Die vorerst letzte Ausgabe der Gai Dao ist erschienen. Das bedeutet 115 Ausgaben und 10 Jahre einer anarchistischen Publikation – was ein vergleichsweise langer Zeitraum ist. Selbstverständlich wäre es auch schön gewesen, wenn das Projekt weiter fortgesetzt werden würde. Aber es hat seine Gründe und eröffnet so vielleicht auch Raum für Neues… https://fda-ifa.org/wp-content/uploads/2021/07/Gai-Dao-No-115-Juli-2021-Onlineversion_compressed.pdf