Propaganda der Yuppieschweine!

Lesedauer: < 1 Minute

Früher als notwendig wachte ich auf mit diesem Song von Mühlheim Asozial. Die Zeile „Propaganda der Yuppieschweine – Arbeit hat man besser keine!“ hämmerte fröhlich in meinem inneren Ohr und das „Lasst euch nicht erzähln, ihr hättet ein Problem“, war mir eine erbauliche Bestärkung. Wieder einmal zweifelte ich an meinem Konzept der Lohnarbeit mit Mehrarbeit zu entfliehen, also keinen Mehrwert zu erzeugen, indem ich Dinge produziere, die unter anderen gesellschaftlichen Verhältnissen mehr wert wären. Es ist unmöglich den Leistungsfetischismus mit einer verinnerlichten Getriebenheit zur Produktivität zu überwinden. Von spielerischer Tätigkeit ist dies weit entfernt, auch wenn ich sie mir – in Maßen – durchaus noch bewahrt habe. Das alles ist ein schwieriges Thema, für das es zweifelsohne objektiv keine Lösung gibt als die soziale Revolution, die Abschaffung des Privateigentums und die Vergesellschaftung der Produktionsmittel. Bis dahin aber muss ich auch noch irgendwie durch kommen. Für politische Aktivist*innen und deklassierte Intellektuelle stellt sich also doch wieder die unangenehme Frage: Wär’s mit einer Lohnarbeit einfacher? Doch die – völlig aufrichtige – Antwort ist in jedem Fall: Dafür habe ich viel zu viel zu tun! Lohnarbeit, gleich welcher Form, ist Notwendigkeit. Wer in ihr Erfüllung findet, kann kaum mehr einen kritischen Geist erhalten. Wie gesellschaftlich notwendige und sinnvolle Tätigkeiten dagegen zu organisieren sind, ist eine ganz andere Frage, der ich an dieser Stelle nicht nachgehe. Sie kann aber auch nur ernsthaft gestellt werden, wenn mensch der Propaganda der Yuppieschweine nicht auf den Leim geht.

Mit Klick auf das Video erklärst Du Dich einverstanden, dass eine Verbindung zum YouTube-Server hergestellt wird, in deren Folge u.a. auch Analyse-Cookies übertragen werden. Weitere Infos hier.