Online: Vortrag zu anarchistischem Syndikalismus

Lesedauer: 2 Minuten

Schließlich noch die Aufzeichnung eines Vortrags, den ich am 23.02. bei der FAU Leipzig gehalten habe, auf:

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Wie immer handelt es sich selbstverständlich um eine bestimmte Sichtweise. D.h. ich spreche hier NICHT im Namen der FAU, auch wenn wir den Lektüre-Workshop in ihrem Rahmen organisiert haben. (Das ist nicht nur eine formale Äußerung, sondern einfach fair gegenüber allen, die andere Sichtweisen haben und auch näher an der gewerkschaftlichen Praxis sind als ich!). Der erste Teil zur Klassengesellschaft ist im Verhältnis zu den anderen Punkten etwas lang g

eraten. Im Grunde genommen bräuchte es eigentlich 5 Grundlagen-Vorträge, in denen die einzelnen Gliederungspunkte angemessen und fundiert ausgeführt werden würden: 1) Klassengesellschaft im 21. Jahrhundert, 2) Geschichte des Anarch@-Syndikalismus, 3) Grundbegriffe, 4) Die Kluft überwinden: Ansprüche und Wirklichkeiten, 5) Konturen eines libertären Sozialismus und die Rolle autonomer Gewerkschaften heute.

Die Folien dazu findet ihr wiederum hier:

Grundlagen des anarchistischen Syndikalismus

Der anarchistische Syndikalismus ist eine Strömung in der Gewerkschaftsbewegung, welche die Selbstorganisation der Arbeiter*innen, ihre Autonomie gegenüber Staat und Parteien und den Föderalismus betont. Mit ihm werden die direkte Aktion als Methode bevorzugt, die Ermächtigung der Arbeiter*innen und die Herausbildung ihres Bewusstseins befördert. Anarchistische Syndikalist*innen gehen dabei von einem weiten Klassenbegriff aus, unter dem sich Lohnabhängige aus unterschiedlichen sozialen Situationen und Positionen in der Klassengesellschaft zusammenschließen können. Dabei dienen die Syndikate zugleich als Kampforganisationen und Keimzellen der angestrebten Gesellschaft und versuchen sie somit bereits im Hier&Jetzt zu verwirklichen.