Mit, gegen oder jenseits von Politik?

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Thementresen #8

Es gibt gute Gründe, die Politik von Regierungen, staatlichen Institutionen, Parteien und NGOs zu kritisieren. Gleichzeitig wollen Menschen in selbstorganisierten Zusammenhängen eigene Politik hervorbringen. Anarchist*innen haben eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Politikmachen überhaupt. In der politischen Theorie des Anarchismus werden Individuen, das Soziale, die Gesellschaft, die Ökonomie und die Gemeinschaft als Gegenpole zur Politik verstanden, während letztere oftmals dem staatlichen Herrschaftsverhältnis zugeordnet wird.
Ist politisches Handeln überhaupt etwas, was wir verfolgen sollten? Wann, unter welchen Umständen und wie agieren wir auf dem politischen Feld? Gibt es eine autonome Politik und was sind ihre Kriterien?
Wenn wir diesen Fragen nachgehen, können wir andere Praxisformen entdecken, selbstbestimmter und zielgerichteter in gesellschaftlichen Widersprüchen handeln – und den Politikbegriff strategisch mit unseren eigenen Inhalten und Erfahrungen füllen.
Nach einem Input zum Thema werden wir in kleinen Gruppen über unser Politikverständnis reflektieren und uns gemeinsam darüber austauschen, welchen Blick wir auf emanzipatorische Auseinandersetzungen haben.

ein Workshop zur politischen Theorie des Anarchismus. Ca. 150 Minuten.

educat in Kooperation mit Jonathan Eibisch. Dieser versucht seine Promotion zur politischen Theorie des Anarchismus abzuschließen und in Leipzig anzukommen. In den letzten Jahren sprach er auf etlichen Veranstaltungen, schrieb zahlreiche Buchbesprechungen, Sammelbandbeiträge und eine Broschüren-Reihe, die auf paradox-a.de zu finden sind.

Anmelden könnt ihr euch: hier!

Diese Veranstaltung basiert auf Spendenbasis.Ihr könnt euch also selber aussuchen wie viel ihr spendet. Ihr könnt z.B. euren eigenen Stundenlohn pro Stunde als Orientierung nehmen. Wenn ihr wenig oder gar kein Geld habt könnt ihr auch ohne Spende teil nehmen.