Post-Pseudo-Party-Depression

Lesedauer: < 1 Minute

Auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich diesen Blog genau bespiele, scheint mir Musik irgendwie dazu zu gehören. Nach getaner Kopf-Arbeit sucht der Mensch einen Weg, diesen frei zu kriegen. Daher bedient er sich prä-pandemischer Rituale, die auch damals nur gelegentlich funktionierten…

Wie auch immer, die Nerven ironisieren gekonnt den Konservatismus moderner Popmusik, welche mit der Depression kokettiert und danach trachtet, sich ins bestehende Schlechte einzufügen. Bricht das gewohnte miefige Ordnungsgefüge aus patriarchaler Kleinfamilie, Anerkennung in der Arbeitswelt und klaren hierarchischen Strukturen im Politischen auseinander, erscheint dem bürgerlichen Subjekt nach seiner konformistischen Revolte immer noch der Selbstmord näher, als ein sozial-revolutionäres Engagement. Ob im Lied der romantische Kitt freilich tatsächlich untergraben oder ihm gerade durch seine ironische Wendung ein Tribut gezollt wird, liegt im Ohr der Hörenden…

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Diskussionskreis: Ent fremdung – Sehn sucht – Auf begehren

Lesedauer: 2 Minuten

Ent fremdung – Sehn sucht – Auf begehren

Konzept für den zweiten Anlauf zum anarchistischen Diskussionskreis

in der Autodidaktischen Initiative / mittwochs 17-19 Uhr, ab 24. Juni 2020

Die Welt ist im Wandel. Keineswegs jedoch in Richtungen, die wir selbst wesentlich gestalten oder wünschenswert finden. Auch wenn keine*r von uns daran individuell „Schuld“ ist, sind wir doch alle Teil der zerstörerischsten Gesellschaftsform, die Menschen je hervorgebracht haben. In den seltenen Momenten, wo sie ihre Emotionalität nicht abspalten, sondern zulassen, wissen viele instinktiv um den unhaltbaren Zustand der bestehenden Herrschaftsordnung.

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Kriterien für Gastbeiträge

Lesedauer: 3 Minuten

Auf diesem Blog soll Raum für Gastbeiträge sein. Allerdings habe ich bestimmte Vorstellungen, was ich damit möchte. Aus diesem Grund werde ich nicht einfach veröffentlichen, was Leute mir eventuell zuschicken, sondern beurteilen, inwiefern ein Beitrag hier her passt. Das bedeutet aber nicht, dass ich nur Beiträge annehmen, mit denen ich hundertprozentig übereinstimme. Abgesehen davon finde ich auch „unausgereifte“ Überlegungen und subjektive Gedanken gut.

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Drama vom pandemischen Ausnahmezustand

Lesedauer: 29 Minuten

Originaltitel:

Von einem, der daheim blieb und das Fürchten noch lernte

oder: Drama vom pandemischen Ausnahmezustandes

Jonathan Eibisch

Gedicht von Thomas Gsella

Personen und Figuren:

Erzählstimme (aus dem Off, maßt sich an allwissend zu sein)

Der einfältige Junge

Die Anarchie

Ein Schelm

Die Regierung:
Die Kanzlerin
Der konservative Hardliner
Der konservative Gemäßigte

Zwei Virologen

Ein Vertreter der Wirtschaftsverbände

Zwei Journalist*innen

Drei Linke:
eine Parteilinke (mit angepinnter roter Nelke)
eine Bewegungslinke (mit Hipsterbrille)
ein Linksradikaler (im Autonomenstil)

Verschwörungstheoretiker*innen und Wutbürger*innen

Ein Rechtspopulist (mit Megaphon und Pistole)

Zwei grünliche Bürger*innen

ein Pfarrer

Krankenschwestern und -pfleger

drei Polizisten

Der Chor

es folgt ein Drama in 5 Akten